Geltendorf

Collage Geltendorf

Collage aus Ortsschild, Tafel mit den Wappen der Patengemeinden Schaidt (i.d. Oberpfalz) und St. Victor (St. Etienne in Frankreich) und dem Ortswappen Geltendorfs sowie dem Turm von St. Stefan.

Die Gemeinde mit ihren Orten Geltendorf, Hausen, Walleshausen und Kaltenberg sowie den Weilern Wabern, Petzenhofen, Jedelstetten und Unfriedshausen besteht so seit dem freiwilligen Zusammenschluss der vorher selbstständigen Gemeinden im Jahre 1972. Die Gemeinde ist seither von etwa 3300 auf über 5600 Einwohner gewachsen.

 

Die Entwicklung in den Orten Walleshausen, Kaltenberg und Geltendorf setzte mit dem Bau und der Eröffnung der Eisenbahnlinie Augsburg – Mering – Geltendorf – Ammersee – Weilheim im Jahre 1898 ein. Heute ist Geltendorf Endhaltepunkt der S-Bahn S4 und Haltepunkt auf den DB-Strecken Allgäu – München und Augsburg – Weilheim.

 

Erste Funde, die von einer Besiedlung des Gemeindegebietes zeugen, gehen auf die Zeit um 2000 v.Chr. zurück. Im Raum Geltendorf sind dies Hockergräber der Steinzeit und neun erhaltene Hügelgräber der Bronzezeit. Im Bereich Walleshausen weisen eine Geweihaxt, kleine Hufeisen und ganze Pferdegerippe in diese Zeit. Die römische Besatzung ab 15 v.Chr. berührte die Fluren der Orte. Die „Brennerstraße“ führte von Augsburg über Egling, Wabern, Hausen und Geltendorf weiter Richtung Partenkirchen. Aufgefundene Münzen und dergleichen bestätigen dies.

 

Der Name Geltendorf wird auf den Namen des germanischen Ortsgründers Gelto oder Geltolf zurückgeführt. Der Siedlungsform nach waren es Bajuwaren, die den Ort besiedelten. Der erste urkundliche Nachweis stammt aus dem Jahr 969. Es ist dies der Stiftungsbrief von mehreren Anwesen des Bischofs Ulrich von Augsburg an das Nonnenkloster St. Stefan in Augsburg. In diesem Brief ist auch eine Eigenkirche für den Ort genannt. Später waren die Klöster Wessobrunn, St. Ulrich, Benediktbeuern und die „Edlen von Pflaumdorf“ Eigentümer im Ort.
Geltendorf gehörte bis zum ausgehenden 19. Jh. zum Landgericht Landsberg. Erst mit der Gründung eines Landgerichts und eines Bezirksamts in Bruck an der Amper, dem heutigen Fürstenfeldbruck, kam es in einer Gebietsreform zur dortigen Verwaltung. 1972, mit der Landkreis- und Gemeindegebietsreform, kehrte Geltendorf wieder nach Landsberg am Lech zurück.

 

Zur offiziellen Homepage der Gemeinde geht’s hier: www.geltendorf.de