
Liebe Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Geltendorf,
Geltendorf ist eine Gemeinde mit hoher Lebensqualität – und genau deshalb stehen wir vor Aufgaben, die mit Wachstum, veränderten Erwartungen und knapperen Ressourcen zusammenhängen.
Bildung und Betreuung
Es geht um mehr Betreuungsplätze – ebenso um Qualität und Verlässlichkeit. Mit dem schrittweisen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in der Grundschule wächst die Aufgabe. Dafür braucht es ein Gesamtkonzept: Räume, Organisation, sichere Wege, Aufenthalts- und Essensmöglichkeiten sowie gute Bedingungen fürs Personal.
Nötig sind mehrjährige Bedarfsplanung, flexible Raumkonzepte und eine Bau- und Sanierungsplanung ohne Stillstand. Personal gewinnen und halten wir nur mit guten Arbeitsbedingungen und verlässlichen Vertretungsmodellen.
Wohnen und soziale Balance
Wenn Wohnen nur für wenige bezahlbar ist, verliert die Gemeinde ihre Stärke: Die Mischung aus Generationen, Berufen und Lebenslagen. Bezahlbarer Wohnraum ist Sozial- und Standortpolitik – damit Erzieherinnen, Pflegekräfte, Handwerk, junge Familien und Ältere hier bleiben können.
Wir brauchen Projekte für bezahlbaren Mietwohnraum und die konsequente Nutzung von Förderprogrammen.
Dazu kommt eine kluge Innenentwicklung: Nachverdichtung, wo Infrastruktur vorhanden ist, und neue Planungen nur, wenn Kita-, Schul-, Verkehrs- und Wasserinfrastruktur mitwachsen. So bleibt Lebensqualität erhalten.
Verkehr und Mobilität
Am Bahnhof und entlang der Hauptachsen profitieren wir von der Anbindung, spüren aber Parkdruck, Bring- und Holverkehr, Unsicherheiten für Rad- und Fußverkehr sowie teils schwache Verbindungen der Ortsteile.
Die Lösung ist ein Mobilitätsmix mit sicheren Wegen, besseren Querungen, Fahrrad-abstellanlagen, Parkraummanagement und ein ÖPNV-Angebot mit bedarfsgerechten Anschlüssen. Ein verlässlicher Takt ermöglicht Teilhabe, auch für Jugendliche sowie Seniorinnen und Senioren.
Energie, Klima und Wärme
Viele sind verunsichert: Wie bleibt Heizen bezahlbar, welche Technik passt wo? Eine kommunale Wärme- und Energiestrategie schafft Orientierung – von Nahwärme und Wärmepumpen bis zu Potenzialen von Photovoltaik, Abwärme und weiteren erneuerbaren Quellen.
Dazu gehören Wärmeplanung, Photovoltaik auf geeigneten öffentlichen Dächern, energetische Sanierungen im Bestand und transparente Bürgerbeteiligung bei größeren Projekten. Akzeptanz entsteht durch frühe Information, klare Kriterien und echte Mitgestaltung.
Daseinsvorsorge und Finanzen
Sei es Wasser, Feuerwehr, Straßen oder das Rathaus – diese Infrastruktur bemerkt man erst, wenn sie ausfallen oder weniger verfügbar sind. Gleichzeitig steigen die Kosten und die Spielräume im Haushalt werden enger. Umso wichtiger ist ein Investitionskompass: Was ist unverzichtbar, was bringt den größten Nutzen, was ist derzeit sekundär?
Das erfordert Prioritätenlisten, konsequente Prüfung der Mittel, interkommunale Zusammenarbeit und transparente Kommunikation über Kosten und Alternativen. Zudem müssen wir die finanzielle Lage, durch gezielte Attraktivitätssteigerung für die Ansiedlung von Gewerbe und Industrie, gezielt verbessern.
Ich bitte Sie daher um Ihr Vertrauen. Wählen Sie am 08. März 2026 die SPD-Dorfliste.
Es grüßt Sie herzlichst
Ihr Marc-Oliver Rauch